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April, April: Lidl verkauft Nokias Spiele-Handy N-GageBilliger spielen |
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Seit einem halben Jahr müht sich der finnische Mobiltelefon-Gigant Nokia, sein Modell N-Gage zu verkaufen. Das ungewöhnlich hohe Marketing-Budget von rund 60 Millionen Euro gab die Nummer Eins unter den Handy-Herstellern im vergangenen Herbst aus, um eine Nachfrage nach dem Spielhandy zu entwickeln. Ende Februar gestand Nokia-Chef Jorma Ollila der Financial Times: »Die Umsätze liegen im unteren Bereich dessen, was wir uns zum Ziel gesetzt hatten«. Das bedeutet: Der N-Gage verkauft sich vermutlich kaum besser als mechanische Schreibmaschinen im Computerladen. Dabei steckt eine Menge Technik in dem handgroßen Gerät: Sie können damit telefonieren, E-Mails und Kurzmitteilungen versenden, Radioprogramme und MP3-Dateien hören und spielen. Die Spiele werden auf briefmarkenkleinen MMC-Karten angeboten, für happige 40 Euro pro Stück. Zur Auswahl stehen bewährte Klassiker wie »Tomb Raider« und das Skateboard-Spiel »Tony Hawks«. Nur: Diese Titel gibt es ebenfalls für gewöhnliche Multimedia-Handys, zum Preis von 3 bis 5 Euro pro Download und für die weltweit beliebteste Mobilspielkonsole Gameboy Advance SP des japanischen Herstellers Nintendo. Die Form dessen Vorgänger, des Gameboy Advance, diente dem N-Gage als Vorlage. Allerdings lässt sich das rund 120 Euro teure Nintendo-Gerät leichter bedienen: Spielkassette einlegen fertig. Beim N-Gage muss der Besitzer zunächst die hintere Abdeckung ab- und den Akku heraus nehmen; dann zieht er die alte MMC-Karte heraus, schiebt die neue hinein, dann den Akku darauf; schließlich bringt er die Abdeckung an und startet das Gerät, das Verbindung zum jeweiligen Mobilfunknetz aufnimmt, bevor das Spiel gestartet werden kann. Der N-Gage wird in einigen ausgewählten Lidl-Filialen für 159 Euro angeboten. Vermutlich nutzt Nokia das Lidl-Angebot, um auf sein Sorgenkind aufmerksam zu machen. Lidl ist die am schnellsten wachsende deutsche Handelskette, bis zu 20 Milliarden Euro Umsatz soll der Konzern im Geschäftsjahr 2003 erwirtschaftet haben. Damit ist dem Nokia-Gerät eine hohe Aufmerksamkeit sicher. Die hat es nötig, denn für den N-Gage gibt es nur eine Handvoll Spiele, zwei davon werden für je 20 Euro bei Lidl angeboten. Nach Angaben auf der Lidl-Homepage sind sie jedoch nicht in allen Filialen verfügbar, in denen der N-Gage angeboten wird. Genaue Informationen zum Warenbestand erhalten Sie, wenn Sie unter www.lidl.de die Postleitzahl Ihrer Lidl-Filiale eingeben. Bei Amazon und anderen Online-Anbietern erhalten Sie das Gerät ohne Mobilfunkvertrag für rund 170 bis 200 Euro. Einen Euro müssen Sie beim Mobilfunkanbieter Vodafone bezahlen, dazu kommt ein zweijähriger Vertrag mit monatlichen Grundgebühren. Zwischen Kaffee und Stapelchips: Discounter Lidl verkauft ab dem 1. April Nokias Spielhandy N-Gage. Nach Ostern wird der Spielhersteller Electronic Arts eine N-Gage-Variante seiner erfolgreichen Serie »Die Sims« anbieten. Weitere Highlights sind in Planung, etwa der erste exklusive Titel »Pathway to Glory«. Nokia deutete an, auf der Spielmesse E3 im Mai in Los Angeles eine verbesserte Version des N-Gage vorzustellen. Die Spiele für den neuen N-Gage sollen ähnlich leicht gewechselt werden können wie beim Gameboy. Trotz der Lidl-Aktion wird es Nokia nicht gelingen, sein Spielhandy in diesem Jahr zu einem Bestseller zu machen. Nokia-Chef Ollila rechnet damit, nicht vor Ende 2005 verlässliche Voraussagen über die Zukunft des Projekts Spielhandy abgeben zu können. Wer gerne mit seiner Spielkonsole telefonieren möchte, sollte das Lidl-Angebot prüfen. Für alle übrigen Spieler ist die Kombination aus dem schicken neuen Gameboy Advance SP und einem Kamera-Handy sicherlich attraktiver: Lidl-Konkurrent Penny verkauft das C550 von Motorola für 149 Euro. Peter Kusenberg/DigiText N-Gage, Hersteller: Nokia, Internet: www.nokia-ngage.de, Preis: 159 € (in ausgewählten Lidl-Märkten. Info: www.lidl.de)Ich behalte mir alle Urheberrechte vor, Verwertung meiner Texte nach Rücksprache. Auskunft: mail@peterkusenberg.de |