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Wortklauber

Sprachkritische Erhellung


Diese Sprachkolumne beleuchtet sprachliche Phänomene. Ich verweise auf die schätzenswerte Sprachkolumne Zwiebelfisch auf Spiegel Online, deren Vorteil darin liegt, dass ihr Autor gut bezahlt wird und so stets bestens motiviert ist, einen neuen Beitrag zu schreiben.


Mai 2006: Das Deutsche kennt Dutzende Pluralformen, doch die meisten Autoren sagen sich: "Wir machen's wie die Amerikaner, ein -s dran, und fertig ist die Laube." So vermasseln deutsche Textlabore hübsche Dinge wie Sphingen, Ligen, Peperoni.


Februar 2006: Der Iran hat seinen Artikel verloren, und die Jahrenzahlen werden ge-innt. Schön ist das nicht, es befördert die seelenlose Ameisenstaatlichkeit deutscher Sprache im öffentlichen Raum.


April 2005: Im Gegensatz zum Kontrast ist der Vergleich erträglich. Gedanken zu falschen, schönen und hässlichen Präpositionen im Kurztext Gegensätzliches.


Januar 2005: An jeder beliebigen Destination warten zerstreute Autoren und konfuse Textchefs mit Raffinesse auf; statt sich zu besinnen und diese fiesen Wörter in den Orkus, mindestens ins Tütensuppendeutsch-Klo zu schleudern.


Dezember 2004: Im Park erfreuen sie Jogger, Picknicker und kleine Kinder mit Kanophobie: Vierbeiner. Warum die putzigen Kläff-, Kot-, Schleck- und Beißtierchen in deutschen Medientexten nach der Zahl ihrer Gliedmaßen benannt werden, erfahren Sie in Das fünfte Bein Moskaus.


August 2004: Anglizismen machen Spaß - und Hunger! Hunger nach ein wenig Sinn, der von den Friends of Absurd Anglicisms gemacht wird, nachdem sie die Herausforderung angenommen und Ralf übers weiße Telefon angerufen haben.


August 2003: Ein Text, der nicht gelesen wird, der überflogen wird, ähnelt einem Wein auf einer Weinprobe: Er wird gegurgelt und in einen Eimer gespuckt, um eine Ahnung davon zu bekommen, wie er schmecken könnte. Wider die Unsitte der Textgurgelei! Und zwar im Überflieger.


Juli 2003: Ist der Schreiber ziemlich faul, wird sein Textchen nicht so toll. Leser ärgern sich besonders dann, wenn der Schreiber Wörter schreibt, die er gar nicht versteht. Eine nötige Rüge, bitteschön: Shoot for the Stars


Sie wollen mir schreiben? Nur zu! mail@peterkusenberg.de.